Goodbye Ireland

Montag, 12.01.2015

Nach Silvester durfte ich noch weitere 2 Wochen bei Josis Gastfamilie wohnen. Wir unternahmen fast jeden Abend etwas, gingen Essen, ins Kino, zum Sport und ich half bei der Familie aus, wo ich konnte. Am 12/01/2015 war es schließlich soweit - Zeit Irland Goodbye zu sagen. Mit einem komischen Gefühl im Bauch fuhr mich Josis Gastoma zum Airport. Nachdem der Abschied von Josi relativ schwer fiel, stieg ich ins Flugzeug und mir gingen 1000 Dinge durch den Kopf. Einerseits freute ich mich wieder auf Freunde, Familie und Wasserball, andererseits würde ich die irische Gelassenheit vermissen. Ich ließ also die grüne Insel ohne Flaschenpfand, mit Verkehr auf der "falschen" Straßenseite, wundervoller und beeindruckender Landschaften, ausgelassenem Trinkverhalten und sarkastisch-witziger Iren nach knapp 5 Monaten hinter mir und blickte meinen zukünftigen Erlebnissen in Deutschland entgegen. Mein Koffer war gepackt mit tollen Erlebnissen an der Universität, im Rugby und im Schwimmteam sowie mit hunderten Eindrücken der irischen Kultur. Gerade durch Josis Aupair-Familie erhielt ich nochmal einen ganz anderen Eindruck der irischen Lebensweise. Als ich so das linke Flugzeugtragwerk der Boeing 737 betrachtete, dachte ich über meine Vorlesungen im Aeronautical Engineering nach, mit dem guten Gefühl, viel dazugelernt zu haben.

Kaum in Berlin gelandet, lauschte ich dem aufgeregten Geplapper vieler Deutscher und das erste was ich dachte war: Entspannt Euch bitte mal !

NYE in Dublin

Freitag, 02.01.2015

Nach Weihnachten blieben uns nur noch wenige Tage bis Silvester. Und wo könnte man den Start ins neue Jahr besser feiern als in Irlands Hauptstadt Dublin.

Zuvor musste ich noch meine Wohnung an der Uni räumen und saß schließlich am 29/12/2014 mit Josi im Bus nach Dublin. Bereits zur Mittagszeit erreichten wir die Innenstadt und begaben uns auf Entdeckungstour. Wir fanden uns äußerst gut zurecht und alles war sehr gut zu Fuß erreichbar. Unser erster Stop war das Trinity College, welches bereits seit 1592 besteht und eine echte Augenweide ist. Vom Campus aus liefen wir in die Altstadt, das Temple Bar-Viertel. Die Pubs waren gut besucht, hatten Livemusik zu bieten und das Bier schmeckte ebenfalls.

Campus Trinity College Altstadt Altstadt Merry Christmas

Am Nachmittag fuhren wir zum Airport, um meine Eltern abzuholen. Nach großer Wiedersehensfreude gabs viel zu erzählen und wir verbrachten den Abend mit Bier und deutscher Wurst im Hotelzimmer.

Dublin Airport

30/12 - Sightseeing war angesagt. Früh starteten wir in Richtung Innenstadt. Nachdem wir fast jedes Stadtviertel "abgeklappert" hatten freuten wir uns auf den gebuchten "Traditional Irish Dance" Abend mit Livemusik und Dinner.

Early Morning Cathedral St. Stephen`s Green Irish Pubs, Temple Bar

St. Stephen`s Green Campus Trinity College River Liffey River Liffey

7Uhr abends kamen wir im Airlington Hotel an. Los gings mit einem leckeren 3 Gänge Menü, gefolgt von Livemusik und irischem Tanz. Wirklich sehr beeindruckend! Ein toller Abend !

Dinner Irish Dance and Livemusic

31/12 - Ausgeschlafen gings wieder in Richtung Stadt. Wir frühstückten gemütlich und wollten anschließend ins Kilmainham Gaol - das bekannte Gefängnis. Leider waren bereits 11.30am alle Touren bis Nachmittag ausverkauft. Also liefen wir zurück, vorbei an der Guinness Brauerei und machten es uns im Pub gemütlich.

Breakfast Pub

Der Silvesterabend sah vielversprechend aus. Tausende Menschen in der Stadt, auf den Straßen und in den Pubs. Auch wir mischten uns darunter und glühten vor. 10min vor Mitternacht liefen wir erwartungsvoll zum River Liffey, um uns das Feuerwerk mit anzusehen. Mit uns warteten tausende Menschen auf das große Spektakel. Ich muss dazu sagen, dass der private Kauf von Feuerwerkskörpern in Irland illegal ist und deshalb nicht jeder Feuerwerk macht - dieses veranstaltet dann immer die Stadt. Die Menschenmenge zählte die letzten 10 Sekunden des Jahres 2014 herunter, und dann gings los...der wahrscheinlich größte Feuerwerkflop den die Menschheit je gesehen hat ! Keine 20 Sekunden lang flogen Raketen 15m hoch, dann wars vorbei. Mit fragenden Gesichtern schauten wir uns an...wars das jetzt?!?! Daraufhin gingen viele enttäuscht nach Hause...häää? Auf unserem Weg zum Hotel fragte ich später den Taxifahrer, was das gewesen sei. Er meinte, das die Stadt seit 3 Jahren kein großes Geld mehr für Feuerwerk ausgibt und lieber spart...! Wie schwach ist das denn...tausende Touristen und dann sowas! Oh man.

Wieder einmal stand Alkoholaufnahme zu Silvester im Mittelpunkt. Hunderte Iren schwankten Mitternacht dermaßen besoffen durch die Straßen, dass sie Silvester nicht mal mitbekamen. Bitter sowas. Wer also Silvester in Irland verbringen möchte, sollte lieber im Pub reinfeiern!

 

Christmas Day - Crackers und Truthahn

Samstag, 27.12.2014

Weihnachten - das alljährliche Fest, wo man sich den Bauch vollschlägt bis dieser förmlich platzt. Der 24/12/2014 war nun angebrochen und wir waren gespannt auf ein irisches Weihnachten. Dazu ist zu sagen, das am 24. Dezember - "Christmas Eve" - noch keine Geschenkübergabe erfolgt, sondern die Familienmitglieder ihre Kinder ins Bett bringen, dann normalerweise die Geschenke verpacken, sowie essen und trinken bis der Arzt kommt. Am 25.Dezember - also "Christmas Day" folgt dann die eigentliche Feier mit Familientreff, Essen, Trinken, Geschenken und und und. Der 26. Dezember ist mit dem "St. Stephen`s Day" ebenfalls ein gesetzlicher Tag. Und so lief der ganze Spaß in Josis Aupair-Familie ab, welche so nett war mich einzuladen:

24/12 - am frühen Vormittag wachten wir auf. Josis Aupair-Mum hatte großes Abendessen angekündigt, weshalb wir uns beim Frühstück und Mittagessen etwas zurückhielten. Abends trudelten ein paar weitere Familienmitglieder ein. Zunächst gings los mit Crackern und leckerem Käse - einem kleinen Aperitif, wie ich dachte. Wir tranken einen Irish Coffee nach dem anderen, gefolgt von Hot Whisky - sehr feines Gebräu ! Ich steuerte eine Flasche Bushmills-Whisky bei, welche allerdings nicht lange überlebte. Häufig drehte ich mich um, um einen Blick in den Küchenherd zu erhaschen. Irgendwie folgte nach dem leckeren Käse-Cracker-Starter aber kein Dinner. Die "Familien-Oma" brachte Lasagne mit, die dann im Kühlschrank landete...! Das erste mal in meinem Leben ging ich Weihnachten hungrig ins Bett. Trotzdem war es ein lustiger Abend.

25/12 - "Santa was here" ertönte morgens 6.30am vom Familienvater Shane, worauf freudiges Geschrei der Kinder erfolgte. Als ich herunter zum Weihnachtsbaum kam, traute ich meinen Augen kaum, denn die Kinder wurden mit endlos vielen Geschenken überschüttet. Shane und Marian - die Gasteltern - schenkten mit zusammen mit den Großeltern ein Rugbytrikot der heimischen 1.Liga-Mannschaft Munster - sehr cooles Geschenk. Auch meine Geschenke kamen gut an und ich freute mich über alles, was ich aufmachen konnte!

Ca. 10Uhr fuhren wir dann zu Shanes-Familie. Diese hatte ein typisch irisch eingerichtetes, gemütliches Haus und wir lernten den Rest der Familie kennen - incl. sämtlichen Geschwistern, Cousinen, etc. - sehr lustiger Haufen! Es verging keine Minute, in der wir nicht ein Getränk angeboten bekamen. Einige tranken Tee, um den Kater des Vorabends auszunüchtern. Andere hatten bereits 2 Heineken, 6 Guinness und 2 Brandy gekippt...wohlbemerkt mittags 12Uhr ! Glücklicherweise bekamen Josi und ich frisch gebackenes Brot mit holländischem Käse angeboten, sonst hätte mein knurrender Magen wahrscheinlich die Gesprächskulisse übertönt! Anschließend fuhren wir zurück, denn ein Dinner musste zubereitet werden.

Josis Host-mum Marian hatte uns bereits einige Tage zuvor nach Hilfe gefragt, denn es gab viel zu tun. Während wir Kartoffeln schälten, Gemüse klein schnitten und Marian zuarbeiteten, saß Gastvater Shane auf seinem neuen Sessel und aß Chips! Allgemein ist er jetzt nicht sooo das Arbeitstier...! An die gekochten Kartoffeln schmierte Marian 500g Ziegenfett und warf diese in den Ofen...oh man. Der Truthahn verbrachte 6h im Ofen ohne einmal übergossen zu werden. Leider hat Marian jetzt nicht so die Koch-skills. Alles in allem war dieses Essen eine wahre Katastrophe !  Glücklicherweise durfte Josi Sauerkraut aus Deutschland beisteuern, welches wir mit dem trockenen Federvieh und gekochtem Schinken verzehrten. Die Ziegenfett-Kartoffeln habe ich lieber dem Tellerrand überlassen.

Auch der ganze Essensablauf wurde einem Weihnachtsfest nicht gerecht: Der Truthahn kam eine Stunde vor dem Essen aus dem Ofen, wurde logischerweise kalt und dann wurde jede Portion in der Mikrowelle aufgewärmt. Dadurch aßen wir nacheinander...der Opa war fertig und schaute sich auf dem Sofa Rugby an, während wir am Tisch saßen und die Kinder irgendwas spielten. Wir tranken auch an diesem Abend Hot Whisky, wenn auch etwas weniger ausgelassen und gingen dann etwas enttäuscht ins Bett.

Unser irisches Weihnachtserlebnis würde ich also mit gesprächsfreudig, lustig und überraschend beschreiben. Leider lag der Fokus offensichtlich so sehr auf Alkoholaufnahme, dass sämtliche Esskultur völlig unter den Tisch geriet...

Dingeln nach Dingle

Sonntag, 21.12.2014

Samstag, 20/12/2014. So richtig Weihnachtsstimmung kommt irgendwie bei mir nicht auf, obwohl wir überall und tagtäglich mit weihnachtlicher Musik "konfrontiert" werden. Unser Tagesziel heißt Dingle. Der kleine verschlafene Küstenort auf der Dingle-Halbinsel wirbt mit seiner touristischen Hauptattraktion "Fungi", dem Delfin. Fungi "wohnt" seit 1984 in den Gewässern vor der Stadt. In den Sommermonaten werden Tagesausflüge angeboten, um den Delfin zu sehen.

Von Cahersiveen aus fuhren wir über den Ring of Kerry auf die Dingle-Halbinsel. Wie bereits am Vortag kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn die Landschaft war einfach nur legendär! Mich erstaunt es hier immer wie abwechslungsreich die Natur in Irland ist. Man fährt 50km und sieht Wald, Meer, Küste, Dünen, Sandstrände, etc.

Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry  Ring of Kerry Dingle-Halbinsel Dingle-Halbinsel Dingle-Halbinsel

Auch dieser Tag war wieder voller Erlebnisse, die ich noch gar nicht so richtig verarbeitet habe. Am Abend kamen wir noch in den Genuss extrem guter irischer Livemusik, die wir mit Hot Whisky konsumierten !

Am Sonntag fuhren wir über den Connor Pass - welcher in Nebel gehüllt war -  über Tralee wieder in Richtung Limerick. Jetzt steht Weihnachten unmittelbar bevor und ich bin gespannt, wie ein irisches Weihnachtsfest so abläuft .

Yo

 

 

Ring of Kerry

Freitag, 19.12.2014

Nach meiner letzten Prüfung bleibt uns Zeit für Entdeckungsreisen. Josi, Becca, Marion und Ich setzten uns am 18/12 in den Mietwagen und auf ging`s Richtung Süden nach Killarney. Dort verbrachten wir den Nachmittag mit etwas Sightseeing und checkten schließlich im freundlichen Neptunes Hostel ein. Für den nächsten Tag stellte Killarney und der umgebende National Park einen idealen Startpunkt für unseren Tagesausflug, den Ring of Kerry im Südwesten Irlands, dar.

Nach kurzem Breakfast fuhren wir zu den Torc Waterfalls, die Josi und ich schon einmal besichtigen durften. In Kenmare bogen wir schließlich auf die 180km lange Panoramaküstenstraße - den Ring of Kerry - ab. Entlang der atemberaubenden Küstenlandschaft legten wir häufig Zwischenstopps ein. Die Kameralinse wurde förmlich heiß! Die Bilder sprechen wie immer für sich. In Cahersiveen verbrachten wir die Nacht, um am darauffolgenden Tag nach Dingle weiterzureisen.

Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry Ring of Kerry

Exam Period

Donnerstag, 18.12.2014

Woche 13. Prüfungen stehen bevor, Studenten stehen ab 7.30am vor der Bibliothek an, um noch einen Platz zu ergattern. Mein regelmäßiger Tagesablauf besteht derzeit aus Essen, Sport, Essen, Lernen, Essen, Lernen, Sport, Essen, Lernen, Schlafen. Am 09/12 folgt schließlich das erste Exam. Ich komme mit meinem Studentenausweis, einer Wasserflasche, Federtasche, Taschenrechner und Pullover zur Prüfung. Am Eingang werde ich gefilzt, als würde ich aus Afghanistan in die USA einreisen. Mein Pullover - zu gefährlich - ich muss ihn draussen lassen. Meine Federtasche - ebenfalls extrem verdächtig - ich muss all meine Stifte einzeln in den Prüfungssaal schaffen.

Im Prüfungssaal (Turnhalle) gibt es zur Abwechslung mal richtige Tische - Waaaahnsinn! Ansonsten ähnelt der Prüfungsablauf sehr dem an deutschen Hochschulen. Nach 2h wars auch schon geschafft.

Am Montag kamen Josis Mum und ihre Schwester am Flughafen in Dublin an. Wir überraschten die Beiden bei ihrer Ankunft und fuhren schließlich zurück nach Limerick.

Dublin Airport_Pickup-Service Dublin Airport_Pickup-Service

Am 18/12 schrieb ich schließlich meine letzte Prüfung. Inzwischen wirft mich eine starke Erkältung ganz schön aus der Bahn und ich habe jetzt schon eine Woche keinen Sport mehr gemacht...oh man...zum verrückt werden.

Rugby - Munster vs. Ulster

Montag, 01.12.2014

Endlich den letzten Report abgegeben! Vorlesungswoche 12 war vorüber und ich konnte mich nach tagelangem herumgestöbere in der Uni-Bibliothek und endlosem herumgetippe auf der Laptoptastatur endlich zurücklehnen und mein Wochenende geniessen. Gesagt, getan, am Freitag den 28/11/2014 stand das große Rugbyspektakel zwischen der Heimmannschaft Munster und deren großen Kontrahenten Ulster an. Würde man das mit dem deutschen Fußball vergleichen, dann käme das einer Partie zwischen FC Bayern München und Borussia Dortmund wahrscheinlich am nächsten!

Meine französische Kommilitonin Hélène und Josi hatten Sitzplätze auf den Rängen. (Hélène besaß die 2 Tickets für das Spiel schon längere Zeit, da sie mit ihrem Freund hingehen wollte - leider hatte sie sich zuvor im Monat geirrt und stand quasi schon am 28.Oktober mit ihrem Freund vorm leeren Rugbystadion...). Ich holte mir meine Karte erst am Abend und hatte einen Stehplatz gleich in der zweiten Reihe - also schön nah dran.

Die Stimmung war wieder unbeschreiblich! Jedes Durchkommen von Munster durch den gegnerischen Block wurde lautstark bejubelt. Harte Tackles dagegen gehören zur Tagesordnung und sind eher die Regel. Ich habe zudem noch nie Menschen mit solchen Oberschenkeln gesehen! Ich weis zwar nicht, was diese Rugbyspieler zu Essen bekommen, aber nur von Fruchtzwergen wird man nicht 2 m groß, wiegt 120 kg und sprintet 2 Halbzeiten jeweils 40 min lang über ein 100 m langes und 70 m breites Rugbyfeld - Maschinen sind das! Größere Angst hätte ich allerdings vor einem weiblichen Ulster-Fan haben müssen. Mit einem Gesichtsausdruck, der förmlich sagte: "Ich mache heute alle platt!" brüllte Sie mir ständig ins Ohr...oh man - ich nenne es mal pure Leidenschaft !

Rugby Munster vs. Ulster Spielervorstellung Rugby Munster vs. Ulster Rugby Munster vs. Ulster Rugby Munster vs. Ulster Rugby Munster vs. Ulster Rugby Munster vs. Ulster Rugby Munster vs. Ulster

Nachdem Ulster vier Fieldgoals in Folge verwandelte stand es gleich mal 0:12 - also gar nicht gut. Mein "Lieblingsfan" freute sich hämisch. Die Heimmannschaft Munster konnte in der ersten Hälfte noch einen Touchdown landen, wodurch es schließlich 5:12 stand. In der zweiten Hälfte machte Munster dann nochmal richtig Betrieb und kam auf 21 Zähler. Mein "Lieblingsfan" rastete jetzt völlig aus!  In den Schlusssekunden hatte Gegner Ulster beim Stande von 21:20 noch einen Fieldgoal-Versuch, welcher knapp vorbeiging! Spannender gings nicht und im Stadion war die Hölle los! Mein "Lieblingsfan" verstummte nun langsam...gleich nach ihrem kurzen aber impulsiven "Fuck, Fuck, Fuck"! Was für ein Erlebnis!

Final Fieldgoal trial

Galway

Montag, 24.11.2014

Nach vielem Hin- und Hergerenne an der Uni war endlich das Wochenende in Sicht. Wir schreiben bereits die 11. Vorlesungswoche, die Prüfungen rücken näher, ebenso die Abgabetermine von "reports". Zudem war ich diese Woche 4mal im Gym und 3mal zu Schwimm- und Wasserballeinheiten. Bin zur Zeit also fit wie ein Turnschuh ! Zudem fand Donnerstag eine kleine Push-up-Challange auf dem Campus statt: Wer in 30 Sekunden die meisten Liegestütze schafft, bekommt 50 Euro - klang jedenfalls sehr lukrativ. 11 Uhr ging der ganze Spaß los. Ich schaffte im ersten Durchgang 51 Stück, war aber der erste Teilnehmer - Viele folgten. 14 Uhr bekam ich dann eine Info, dass ich im Finale sei und schaute dort nochmal vorbei. Gesagt, getan, mit 2 weiteren Finalisten begab ich mich in Startposition. 3 penible "Schiedsrichter" zählten uns an. Nach 30 Sekunden ertönte eine "50" beim ersten Finalisten. 51 Push-ups schaffte der Zweite. Ich hatte 52 zu bieten - jawohl, dachte ich. Das Preisgeld war nahezu greifbar, jedoch rechnete ich nicht damit, dass aus heiterem Himmel noch ein Teilnehmer auftaucht. Der Typ hat dann seine 54 halben Schwuffi-Push-ups gemacht und mich noch abgezogen...oh man! Schade, Schokolade...

Nun war endlich Freitagabend. Nach lustigem Vorglühen in unserer WG liefen Josi, ihre 4 Aupair-Freundinnen, mein Mitbewohner David und Ich ins Stables (Studenten-Pub) zur International Party. Dort wurde dann anständig getanzt, bis wir nur noch ins Bett fielen.

Für Samstag war ein kleiner Schwimmwettkampf mit Übernachtung in Galway geplant. Aufmerksame Leser werden sich erinnern, nach Galway wollte ich sowieso noch einmal. Die schöne Altstadt hatte mich auf einem vorherigen Trip sehr fasziniert - leider war die Zeit zum Ansehen damals zu kurz. Josi und Ich fuhren also am Samstag mit dem Schwimmteam nach Galway. 90min später waren wir auch schon dort, checkten kurz im Kinlay-Hostel ein und weiter ging es zur Schwimmhalle, die sich in einer großen Sportarena befand. Der Wettkampf war kurz und knackig, da nur 100m-Stecken auf dem Programm standen. Nachdem ich mich in 1:20min im Bruststil durch das Wasser gekämpft hatte, durfte ich 2 Läufe später schon 100m kraulen. Mit 1:01min war ich eigentlich auch ganz zufrieden. Eine Staffel gabs dann auch noch. Anschließend konnte ich noch etwas mit den Wasserballern aus Galway zocken - leider hatten die es nicht so drauf, wie meine Jungs daheim in Deutschland !

Start 100m Kraul Hostel

Kaum aus der Schwimmhalle herausgekommen, holten wir uns Essen und Kaltgetränke, um dann im Hostel am Billiardtisch etwas "vorzufeiern". Die irischen Mädels meines Schwimmteams verstehen unter "vorglühen" übrigens ca. 1,5 Flaschen Wein und ne 0,5er Dose Bier - was die teilweise in sich reinkippen ist einfach unglaublich ...! Das lustige daran ist, das die meisten Iren nicht gern mit erheblichen Alkoholkonsumenten in eine Schublade gesteckt werden möchten - doch meiner Erfahrung nach ballern sich hier 90% der Studenten immer bis hin zur Besinnungslosigkeit weg. Einige der Erstsemester halten beispielsweise Whisky und Paracetamol für eine wahnsinnig tolle Kombination..."knallt schneller"...oh man !

The Skeff The Skeff (am nächsten morgen)

Anschließend liefen wir schätzungsweise 300m bis zum nächsten Pub - "The Skeff". Aimee - meine Teamkollegin - kommt gebürtig aus Galway und führte uns dorthin. Von außen sah es aus, wie ein typisch irisches Pub: gemütlich, ein Zapfhahn jagt den nächsten, typisch irisch eben. Wir gingen hinein, ich schaute mich um und kam aus dem staunen gar nicht mehr heraus. Hier hat tatsächlich jemand ein riesiges Pub über 3 Etagen mit wieteren Zwischenetagen gebaut. Überall Bars, Sofas, gemütliche Nischen und trotz aller Gemütlichkeit herrschte Clubcharakter. Wer Lust hatte, konnte einfach lostanzen. Aimee führte uns vorbei an 2 Junggesellinnenabschieden hinauf in die 3. Etage. "Reserved for Swim-Club-Members" sagte mir ein Schild - ein ganzer Bereich nur für uns. Besser ging es nicht, dachte ich. Kellner mit riesigen Tablets voller Frühlingsrollen, Würstchen, Dips und Spicy Chicken-Wings passierten uns. Wo die wohl hinlaufen, überlegte ich neidisch...sie stellten alles auf unsere Tische, ganz nach dem Motto "Schmecken lassen!"...whaaaaaat ! Ich war im Paradies! Das war definitiv das beste Pub, indem ich bisher in Irland war. Einfach unglaublich. Später liefen wir hinüber zum nächsten Club, welcher sich eine Haustür weiter befand. Sehr schöner Abend muss ich sagen! Mein Kumpel Chris hat sich übrigens noch verlaufen und irrte 1,5 Stunden lang durch die Innenstadt Galways, um unser 300m weit entferntes Hostel zu finden...oh man!

Oscar Wilde Denkmal Altstadt Galway Altstadt Galway Altstadt Galway Altstadt Galway Altstadt Galway Galway Spanish Arch Altstadt Galway Altstadt Galway

Sonne tanken Sonne tanken

Nach einer kurzen Schlafpause frühstückten Josi und Ich im Hostel und starteten ca. 11Uhr in Richtung der sonnigen Altstadt. Man merkte der Stadt richtig an, dass sie gerade aufwachte. Geschäftstüren wurden aufgesperrt (kurze Info: hier hat auch Sonntags alles auf), Kaffeemaschinen angeworfen, erste Zapfhähne liefen schon wieder, ein Straßenmusiker sang seine ersten Ständchen und überall wurde fleißig gebruncht. Auch wir konnten leckerer, heißer Kokus-Schokolade und dem Strawberry-Dream nicht widerstehen! Wir schlenderten über den Markt bis hin zum Fluss und einem kurzen Sightseeing-Stop am "Spanish Arch", einem Torbogen mit Gedenkstein, auf welchem behauptet wird, Christoph Columbus soll hier den Tipp bekommen haben, mal Richtung Westen zu segeln. Danach gings über die Shop Street zurück bis hin zum großen Weihnachtsmarkt. Es duftete lecker und wir konnten überall naschen. Nach einer Chicken-Paella-Stärkung und noch einer Runde Pool im Hostel fuhren wir am Nachmittag wieder nach Limerick. So schnell kann ein Wochenende vorbei sein!

Weihnachtsmarkt Galway Weihnachtsmarkt Galway

Weihnachtsmarkt Galway Weihnachtsmarkt Galway

 

Tralee

Sonntag, 16.11.2014

Samstag der 15/11/2014 - Josi hatte eine tolle Überraschung für mich geplant. Ich wusste weder was genau wir machen noch wo es hingeht. Erst als wir in den Bus nach Tralee stiegen, kannte ich das Ziel unseres Wochenendausfluges. Tralee ist eine kleine Stadt südlich von Limerick und gleichzeitig die Hauptstadt des County (oder Bundesland, wenn man so will) Kerry.

Tralee Tralee

Besonders gefiel mir die Altstadt. Alles ist dort sehr verträumt und trotzdem immer was los. Nach kurzem herumbummeln erschien vor mir das eigentliche Ziel unserer Reise: "Aqua Dome" - eine tolle Badewelt mit Rutsche, Wellenbecken, Whirlpools, Saunen, und und und...also genau mein Ding !!! Nach kurzem Anbaden entdeckten wir die Rutsche mit Zeitmessung, auf welcher wir schätzungsweise 30mal rutschten - sehr lustig!

  Rutschen im Aqua Dome Rutschen im Aqua Dome Rutschen im Aqua Dome Rutschen im Aqua Dome Rutschen im Aqua Dome Rutschen im Aqua Dome

 Nach unserem tollen Vormittag im Aqua Dome machten wir uns wieder auf in die Innenstadt zum bummeln. Wir hatten wieder extrem viel Spaß zusammen und mir hat`s sehr gefallen.

Josi beim bummeln

 

 

Lectures, tutorials, Lab`s und viel gekritzel

Sonntag, 09.11.2014

Was für eine Woche! Nachdem sich das Semester langsam der "Exam-Periode" nähert, fällt anscheinend allen Professoren ein, dass wir mit dem Lernstoff hinterher sind und uns langsam sputen müssen. Besondert "Reports", das sind die Praktikumsberichte, welche in jedem Modul anstehen, müssen jede Woche abgegeben werden. Dadurch vergehen die Wochen wie im Flug und tadaaa...ich befinde mich in der 10. Vorlesungswoche. In 3 Wochen sind Prüfungen - oh man !

Einer der "Lecturer" hat die wahrscheinlich schlimmste Sauklaue. Er gehört zu der Sorte Menschen, die beim Rechnen schon 3 Schritte vorausdenken, während der gemeine Student noch über den ersten Schritt nachdenkt, die einen Schreibtisch bewirten, auf welchem der Computerbildschirm im Ordnerwald versinkt und bei dem das Bücherregal unter seiner gewaltigen Last kurz vor dem Versagensfall steht. Also die Sorte Menschen, die wahnsinnig viel wissen, aber einfach nichts vermitteln können. Das Tafelbild sagt oft alles...

Tolles Tafelbild Oft wird auch auf der nächsten Tafel weitergeschrieben

Die Praktika - sogenannte "Lab`s" - sind oft sehr interessant, da ich endlich mal einen Praxisbezug zu der ganzen Rechnerei herstellen kann. Neulich haben wir z.B. eine Flügelsektion untersucht. Jeder Student muss sich für diese Lab`s extra einen eigenen Labcoat (Laborkittel) und Schutzbrille kaufen, in denen man aussieht wie ein kleiner Einstein.

Lab Lab Lab

Am Samstag fand schließlich noch ein "Premier League Basketball" Punktpiel der Unimannschaft UL Eagles gegen die Belfast Stars aus Nordirland statt. Wir sahen ein spannendes Spiel, welches nur was für gute Nerven war. Kurz vor Schluss gewann dann Belfast mit einem sehenswerten 3-Punkte-Wurf zum Endstand 64:66. Die Spieler waren schätzungsweise 20m groß !

Basketball Premier League Basketball Premier League Basketball Premier League

Happy Halloween!

Freitag, 31.10.2014

Nach einer ereignisreichen Vorlesungswoche fiel Halloween am 31/10/2014 diesmal auf einen Freitag. Für die irischen Studenten gab es bereits am Donnerstag eine Extrafeier, weil schätzungsweise 95% an den Freitagen nach Hause fahren. An Wochenenden halten sich dann fast nur noch Austauschstudenten auf dem Campus auf.

Ich fuhr also Freitagnachmittag zu Josis Aupair-Familie, bei denen ich immer herzlich Willkommen bin. Gastfreundlich wie Gastvater Shane ist, bot er uns gleich „Irish-Coffee“ an – eine Kombination aus Kaffee, etwas Zucker einen gewaltigen Schuss Whisky! Was für eine Mischung!! Frisch geschminkt verschreckten wir die Kinder.

Halloween-Outfits

Nach einem tollen Abend fuhren wir dann noch zum Unigelände in den „Stables-Club“ – dem Studentenclub schlechthin. Der Türsteher meinte dann, dass keiner mehr reinkommt, denn es sei zu voll. Wir waren damit nicht so einverstanden. Kaum hatte sich der Türsteher kurz weggedreht, um irgendwo auszuhelfen, nutzten wir unsere Chance und kamen doch noch rein. War eine lustige Halloween-Party.

Northern Ireland Roadtrip - Derry

Donnerstag, 23.10.2014

Sonntag, 19/10/2014, letzter Tag unseres Nordirlandtrips. Wir befanden uns in Derry (auch: Londonderry). Man muss hier sehr aufpassen, wie man die Stadt nennt, da es gleich eine politische Stellungnahme darstellt. Protestanten, welche eher "Großbritannien-Fans" sind, bevorzugen Londonderry. Dagegen wird Derry von nationalistischen/ katholischen/ irischstämmigen Einwohnern benutzt. Als ich 2 Tage zuvor eine Frau nach Londonderry fragte, weil`s halt gerade als Erstes auf meiner Karte stand, meinte Sie gleich ganz energisch: "Don`t say that!" .

Inklusive war an diesem morgen ein typisch englisches Frühstück...ich tat mich dabei etwas schwer das schwarze Wurstzeug, welches mich eher an ein Stück Kohle erinnerte, zu essen. Nach einem kleinen Probehappen habe ich mir dann gedacht, dass es wirklich so schmeckt, wie es aussieht und habe die "kleine Köstlichkeit" dem Tellerrand überlassen. Zum Glück gab es Tee zum herunterspülen !

typical english breakfast

Wir nahmen uns am Vormittag vor, die Innenstadt etwas zu erkunden. Diese ist umgeben von einer 9m (!) dicken Stadtmauer, auf der man herumspazieren darf. Ansonsten gab es jetzt nicht sooo viel zu sehen, aber wir waren ja noch verwöhnt vom Vortag. Was mich etwas wunderte war, dass irgendeine Organisation die Stadt zu den "10 sehenswertesten Städten der Welt" kürte...ok, es war Sonntag und so gut wie nichts los, aber mir fallen auf der ganzen Welt auf Anhieb 10 schönere Städte ein .

Stadtmauer Stadtmauer Stadtmauer Stadtmauer Stadt und Fluss Cathedrale

Auf Mittag fuhren wir zurück nach Limerick. Am nächsten Tag war wieder Uni angesagt - oder Oílscoíl, wie man hier im Irischen so schön sagt.

Northern Ireland Road Trip - Coastline

Mittwoch, 22.10.2014

18/10/2014, dritter Tag unseres Roadtrips. Glücklicherweise trafen wir am Vorabend einen Tourguide. Die Gute konnte uns genau sagen, was sich an der Nordküste lohnt und was wir uns sparen können...besser gings nicht !

Auf gings zum ersten Highlight: Dem Waterfallwalk im Glenariff Forest Park. Ein stegähnlicher Weg führte uns am frühen morgen 2.9 Meilen lang durch den Park sowie über/ unter/ vor/ hinter den Wasserfällen und am Fluss entlang. Den Rest des Tages noch vor uns, würde das nur schwer zu toppen sein!

Start des Waterfall-Walks Waterfall-Walk  Waterfall-Walk Waterfall-Walk 

Anschließend gings weiter nach Ballycastle. Da das schottische Festland von hier nur 30 Meilen entfernt liegt, konnten wir aufgrund der guten Wetterlage schottische Schafe auf den Hügeln erahnen. Direkt vor unserer Nase lag Rathlin Island, die größte Insel vor der irischen Küste mit 70m hohen Klippen. Nach einer "Cheesy Lasagne", die wirklich mehr als "cheesy" war, fuhren wir weiter.

Ausblick auf Rathlin Island und Schottland am Horizont

Nächster Halt: Die Carrick-a-Rede-Rope-Bridge - eine 20m lange Hängebrücke in einer Höhe von 30 m, die es schon seit 350 Jahren gibt und immer wieder erneuert wurde. Carrick-a-Rede bedeutet „Fels im Weg“ und bezieht sich darauf, dass die kleine Felsinsel genau im Weg der Lachse zu ihren Laichplätzen liegt, sodass diese um die Insel herum schwimmen. Fischer und Seevögel freuen sich während der Lachssaison (Juni-August) über die leichte Beute. Es soll wohl früher öfters vorgekommen sein, dass Touristen bei starkem Wind über die Brücke gingen und sich dann nicht mehr zurück trauten. Da man keine Lust mehr hatte diese "blöden Touris" immer mit dem Boot vom Felsen abzuholen, wurde eine festere Brücke installiert. Übrigens schien wieder Sonne, dann regnete es kurz für ein Regenbogenphoto, dann war es wieder sonnig...genial !

Auf dem Weg zur Carrick-a-rede-rope-bridge Auf dem Weg zur Carrick-a-rede-rope-bridge Auf dem Weg zur Carrick-a-rede-rope-bridge Carrick-a-rede-rope-bridge Carrick-a-rede-rope-bridge Parking in a Rainbow

 Weiter gings zu einem UNESCO-Weltkulturerbe und zur Touristenattraktion der Nordküste schlechthin: Giants Causeway. Hier dürfen Touristen auf 60 Millionen Jahre alten, in der Regel sechseckigen Basaltsäulen herumtrampeln, welche bis zu 12 m hoch sein können. Geformt wurde der ganze Spaß durch die langsame und gleichmäßige Abkühlung heißer Lava, wobei Spannungsrisse in das Material hineinlaufen und dieses dabei schrumpft. Den dazugehörigen Vulkan gibt es heute nicht mehr - da war die gute Erosion im Spiel. Unterm Strich ein sehr schöner Ort.

Giants Causeway Giants Causeway Giants Causeway Giants Causeway Giants Causeway Giants Causeway

Anschließend hielten wir am Dunluce Castle, einer riesigen Ruine aus dem 15. Jahrhundert, mitten auf einem steilen Basaltfelsen. Auch sehr schön anzusehen. Ich habe gelesen, dass irgendwann 1588 vor der Küste ein Schatzschiff der Spanier auf Grund lief, welches gleich mal geplündert und der "Erlös" zur "Verschönerung der Burg" verwendet wurde...aaaaha! Ist ja fast gleichzusetzen mit dem Unfall eines Geldtransporters, den ich komplett ausräume, um mein Zimmer "aufzuhübschen" !

Dunluce Castle Dunluce Castle Dunluce Castle Dunluce Castle

Nächster Stop: Mussenden-Tempel & Downhill-House. Heute auch bekannt für einen der Drehorte von "Game of Thrones". Ich kenne mich bei der Serie jetzt nicht so aus, Andere vielleicht schon. Jedenfalls war es auch dort sehr schön. Wir hatten unseren Spaß mit den Schafen, bis auch Ich - das erste mal in meinem Leben - auf Schafscheiße ausgerutscht bin (Ich möchte bemerken, dass ich nicht hingefallen bin und es eher schwierig war, nicht hineinzutreten...und dass mich Josi ausgelacht hat!)...! Gleich daran angrenzend befand sich der "Benone Beach", ein 10km langer Dünenstrand. Im Sommer wird auch hier gesurft, geangelt wird fast immer.

Downhill-House Downhill-House Downhill-House Downhill-House Josi auf der Pirsch :-) Josi auf der Pirsch :-) Josi auf der Pirsch :-) Schafe Mussenden-Tempel Benone-Beach Benone-Beach Benone-Beach Benone-Beach

Nach einem tollen Sonnenuntergang fuhren wir weiter bis nach Derry, auch bekannt als Londonderry. Da wir ganz schön geschafft von unserem ereignisreichen Tag waren, verbrachten wir den Abend noch mit Fast&Furious 5, Pizza und Wein im Hostel und fielen anschließend ins Bett. Unterm Strich ein wahnsinnig schöner Tag !

Northern Ireland Road Trip - Schauergeschichten

Mittwoch, 22.10.2014

Am Abend des 2. Tages unserer Reise fuhren wir in Richtung "Waterfoot", einem Ort irgendwo im nirgendwo und umzingelt von Schafen. Wir wollten nahe der Nordküste übernachten, denn wir hatten uns viel für den nächsten Tag vorgenommen. Kaum angekommen wurde uns schon freundlich Tee angeboten. Außerdem sollten wir uuuuunbedingt noch an diesem Abend in die nahegelegene Ortschaft "Cushendall" fahren, um den "Ghost in the glens"-Story-Abend nicht zu verpassen, meinten die Hostelbewohner...aha. Wir waren zwar etwas müde, aber dachten uns: naja, wird schon passen, vielleicht gibts ja Bier.

Gesagt, getan Wir aßen noch etwas im Ort, um anschließend zur besagten Veranstaltung zu laufen. "It`s just a 5 minute walk", nach Auskunft der Kellnerin. Aus 5 min wurden 15...machte mir an sich nichts aus, jedoch stürmte und regnete es auf einmal wieder wie aus Kannen. Mit durchtränkter Hose kamen wir schließlich zum Story-Abend. Es war warm, es gab Getränke und irische Musik wurde gespielt. Dann der erste Erzähler - eher Einer von der lustigen Sorte. Auch der Folgende war lustig und hatte schaurige Halloweengeschichten auf Lager. Einer sah aus wie ein Minnesänger aus dem Mittelalter, der Nächste als entstammte er dem Pub von nebenan. Was danach folgte, hat mich völlig von den Socken gehauen...

Story-Abend Story-Abend Story-Abend Story-Abend Story-Abend

...der nachfolgende Erzähler hatte glaube ich Hollywood-Ambitionen. Noch nie habe ich Jemanden so erlebt. Er war völlig in seinem Element und wir bekamen schon Gänsehaut bei seiner Story. Diese erinnerte an etwas wie Hanniball. Man hätte denken können, er wäre wirklich krank im Kopf. Wirklich erste Sahne !

Story-Abend Story-Abend Story-Abend Story-Abend

Nach diesem Abend sind wir förmlich ins Bett gefallen - immer noch mit den Worten unseres letzten Erzählers "Come heeeere my loooove" im Ohr.

Northern Ireland Road Trip - Belfast to Cushendall

Mittwoch, 22.10.2014

Freitag, 17/10/2014. Abgesehen vom Zimmergenossen aus Lettland, der mit seiner Scharcherei über Nacht schätzungsweise 50 Hektar Wald abholzte, haben wir gut geschlafen. Nach kurzem Frühstück machten wir uns auf in die Botanic Gardens und die Queens University. Mit dem Wetter hatten wir diesmal mehr Glück.

Botanic Garden Belfast Botanic Garden Belfast Botanic Garden Belfast Botanic Garden Belfast Queens University Belfast Queens University Belfast

Danach sahen wir uns die bekannten Wandmalereien im Westen der Stadt an. Diese drücken soziale, politische, wirtschaftliche und religiöse Gegensätzlichkeiten zwischen Katholiken und Protestanten teilweise sehr erschreckend aus. Beispielsweise ist oft die Rede von "slaughter" oder "conflict". Katholisch sind dabei die alteingesessenen, bäuerlichen Iren, protestantisch dagegen die kolonialisierenden, eher industriellen schottischen/ englischen Siedler. Als wir in das protestantische Viertel übertraten, welches durch eine ca. 5 Meter hohe "Peace-wall" (macht ja auch Sinn, das Teil im Sinne des Friedens gleich mal 5 m hochzuziehen ) abgegrenzt ist, hätte man glauben können, man sei in einer anderen Stadt. Alles erschien weitaus ärmer und heruntergekommen...krasse Gegensätze!

Wandmalerei Wandmalerei Wandmalerei

Nachdem wir in der Innenstadt beim All-you-can-eat unsere Bäuche mit Salaten, Pasta und Pizza vollgeschlagen haben, fuhren wir ins Titanic-Museum im Nordosten der Stadt. Wie einige vielleicht wissen wurde das Schiff in der Werft von Harland and Wolff in Belfast erbaut. Es war beeindruckend zu sehen, was an Entwicklungs-, Konstruktions- und Fertigungarbeit in diesem "kleinen Schiffchen" steckte. Zu blöd, dass dieser Eisberg den Weg des Schiffes kreuzte. Das Museum hat mir sehr gefallen, denn man musste nicht nur die ganze Zeit lesen, sondern konnte sich eher auf interaktive Dinge konzentrieren. Von der Entwicklung und über die Arbeiter war bis hin zum Fund der Titanic wirklich alles dabei, was irgendetwas damit zu tun hatte - sehr beeindruckend!

Konstruktionsbüro H&W Werft H&W Werft H&W    

Nach dem Museumsbesuch fuhren wir in Richtung Norden aus der Stadt. Wir hatten zwar nicht mehr allzuviel vor, es sollte aber noch ein lustiger Abend werden...

Northern Ireland Road Trip - Belfast

Mittwoch, 22.10.2014

Die Vorlesungswoche war kurz, denn Donnerstag und Freitag waren "Open Days", weshalb sämtliche Lehrveranstaltungen gestrichen worden waren. Wir planten daher einen Roadtrip nach Nordirland vom 16 - 19. Oktober. Angedacht waren Belfast, dann die Nordküste bis nach Derry und zurück nach Limerick.

Zu fünft gings im weniger geräumigen Nissan Micra meiner französichen Kommilitonin Hélène 8Uhr morgens auf nach Belfast. Wir fuhren gleich über Dublin, um uns unnötiges herumgekurve zu ersparen. Mittags 13Uhr kamen wir an unserem Hostel "Global Village" an, checkten kurz ein, bewunderten unser tolles 6-Mann Zimmer und machten uns gleich darauf auf den Weg in die Stadt. Erster Eindruck von Belfast: Passt schon...kann man sich mal anschauen, aber wohnen möchte ich hier nicht. Erster Stop war die City-Hall der nordirischen Hauptstadt. Wir bekamen eine kostenlose interessante Führung durch die prunkvollen Räumlichkeiten (weitere Bilder folgen in den nächsten Tagen).

Hostel Belfast City Belfast City Hall Belfast City Hall

Weiter gings durch die Innenstadt. Wir hatten uns zwar noch 2-3 Sehenswürdigkeiten vorgenommen, wurden jedoch von einem massiven Regenguss überrascht. Keine Änderung der Wetterlage war in Sicht, also schlug ich vor ein Pub aufzusuchen, was zunächst gekonnt ignoriert wurde. Erst als unsere Hosen komplett nass waren traf mein Vorschlag auf Zuspruch ! Nach kurzer Bierstärkung besuchten wir noch kurz den Victoria Square mit dazugehörigem Einkaufszentrum und liefen schließlich mit Wein, Nudeln und Bolognese bepackt zurück zum Hostel.

Irish Pub Pub

Wir hatten noch einen sehr lustigen Abend mit leckerem Essen (Josi und Ich haben selbstverständlich gekocht), Wein, Billiard, Tischkicker und guter Musik.

Billiard im Hostel

Killarney, Lake Cruise und Torc Waterfalls

Montag, 13.10.2014

Wir hatten unser Rugbyspiel kaum verarbeitet, schon gings am Samstag, den 11/10/2014 zur nächsten Tour. Diese führte uns in den Süden Irlands nach Killarney in den Killarney National Park. Der Nationalpark liegt im County Kerry und ist besonders bekannt für seine fruchtbaren Böden, weshalb hier auch Alles noch grüner ist als anderswo. Wieder begleitete uns ein Guide. Erfreulicherweise der Gleiche von unserer letzten Tour und wieder bestens ausgerüstet mit CD-Koffer "100-Best-Irish-Songs"...oh man!

90min später erreichten wir unseren ersten Stop. Lough Leane und das dazugehörige Ross Castle aus dem 15. Jahrhundert waren sehr schön anzusehen. Deswegen hat sich anscheinend die gute englische Queen gedacht: Da bau ich mir doch glatt ein Haus als Ferienwohnung. Mit dem Wetter hatten wir wieder einmal viel Glück, weshalb sich die 1-stündige Fahrt auf dem See sehr angenehm gestaltete !

Ross Castle Ross Castle Josi sucht mich Ross CastleRoss Castle Lough Leane Lough Leane Lough Leane Lough Leane Lough LeaneJosi beim Steine fletschen BaumOtter  Lake Cruise Lake Cruise Lake Cruise Lake Cruise Ross Castle

Unser nächster Stop waren die Torc Waterfalls...mein persönliches Highlight ! Wir liefen entlang eines Wanderweges dort den Berg hinauf bis wir an einem Aussichtspunkt angelangten. Glücklicherweise setzte in diesem Moment leichter Regen ein, sodass wir den sehr tollen Ausblick auf die Killarney Lakes inklusive Regenbogen genießen konnten !

Torc Waterfall Torc Waterfall Wanderweg Torc Waterfall Aussicht auf Killarney Lakes mit Regenbogen

Leider mussten wir schon bald weiter und fuhren anschließend in die Stadt Killarney. Ein gemütliches kleines Städtchen voller Pubs und Gassen. Hier hatten wir 2.5h Zeit, um zu bummeln und uns alles anzusehen, bevor es am späten Abend wieder nach Limerick ging.

Killarney Kathedrale in Killarney Kathedrale in Killarney Typisch irisches Dach

Bis bald.

Rugby rules!!

Freitag, 10.10.2014

Wieder liegt eine lehrreiche Woche hinter mir. Ich habe unter anderem gelernt, dass man Polizisten als Verkehrslotsen in einen Kreisverkehr stellen kann. Also der Polizist hat entweder eine Wette verloren oder wurde einfach nur von seinem Chef verarscht !

Wir schreiben heute Freitag, den 10/10/2014. Josi und Ich haben uns ein waschechtes professionelles irisches Rugby-Spiel angeschaut. Die Karten dafür hatte ich bereits eine Woche zuvor bestellt und war daher schon ganz heiss darauf. Wir machten uns auf zum Thomond Park Stadium, einem modernen Stadion, welches nur wenige Schritte entfernt vom Stadtzentrum liegt. Es fasst 26.500 Zuschauer und gehört zu den bekanntesten und gefürchtetsten Stadien der Rugby Union. Durch die Architektur hört man jeden Ton, wodurch sich schnell ein unglaublicher Lautstärkepegel entwickelt und im nächtsen Moment folgt absolute Stille beim ausgeführten "Straftritt" (ist sowas wie Freistoß). Ich bekam richtig Gänsehaut, als wirklich Alle still wurden und man keinen Mucks mehr hörte. In diesem Stadion wurden auch schon die neuseeländischen All Blacks geschlagen...mit 12:0! Auf jeden Fall eine tolle Atmosphäre .

Die Karten sind da =) Kickoff

Die Heimmannschaft Munster spielte gegen die Scarletts. Gleich zu Beginn des Matches geriet Munster in Rückstand, konnte dann aber ausgleichen und das Spiel noch drehen. Munster gewann schließlich mit 17:6. Starke Leistung!

Da ich hier an der Uni Rugby spiele, kenne ich die Grundregeln des Spieles, jedoch noch lange nicht Alle, wie ich heute feststellen musste! Außerdem Stand uns oft regelrecht der Mund offen, wie hier getacklet wird...am besten immer mit dem Kopf zuerst rein in den Gegner. Das war einfach Wahnsinn! Ich glaube die Spieler haben irgendwie ein vermindertes Schmerzempfinden!! Beim Fussball dagegen wird sich gekringelt, wenn jemand am Ohr schnippst - gar kein Vergleich!

Mir gefällt das Spiel sehr gut. Hier kommt man eigentlich kaum durch Einzelleistungen voran, sondern nur als Team. Wird beispielsweise ein Spieler zu Boden gerissen - sprich getacklet - dann werfen sich die großen Dicken davor à la Kraft ist Masse mal Beschleunigung und der Rest schiebt von hinten als wöllten Sie ne ganze Kuh umschupsen. Jedes Team besteht dabei aus 15 Spielern - 8 riesigen Brocken, deren Aufgabe darin besteht so ziemlich alles niederzuwalzen und 7 Flinken, die durch die freigewalzte Lücke springen. Wer die Chance hat sich so etwas einmal anzuschauen, der sollte das keinesfalls verpassen - es lohnt sich sehr !

Rugbymatch Rugbymatch

"A taste of our world"

Freitag, 03.10.2014

Schon wieder ist eine Woche rum. Wahnsinn, wie schnell die Zeit hier verfliegt! Was gibt es zu berichten...keine besonderen Vorkommnisse. Die Vorlesungen liefen wie gewohnt ab, Busse kamen wie immer zu spät, ich habe diese Woche extrem viel Sport getrieben und...ach ja,  Dienstag, der 30/09/2014 war kulinarisch.

Wahrscheinlich würde sonst niemand über Essen schreiben, aber wer mich kennt, weis, dass ich auch solche Augenblicke gern festhalte. Am Dienstag Nachmittag erreichte mich eine Mail der Student-Union mit dem Betreff "Free Food". Welcher Student lässt sich so etwas durch die Lappen gehen! Also machte ich mich bestens gerüstet mit leerem Magen auf zum besagten Veranstaltungsort. Schließlich kam ich an...im PARADIES !

Köstlichkeiten aus DE, FRA, BRA Köslichkeiten aus China, Saudi Arabien und USA

Ich zögerte natürlich nicht lange und begab mich zu den appetitlich aussehenden Gerichten. Ich habe dann folgendes gegessen:

China, Peking Hoi - Sin Pork Ribs: Schweinerippchen, mariniert und gekocht in einer "sticky" Peking Sauce

Schweinerippchen

Indien, Traditional Vegetable Samosa: knusprige Frühlingsrolle, golden angebraten, mit "Samosa Vegetables", dazu BBQ-Dip & Honig/Senf-Dip

Knusprige Frühlingsrolle mit Dip

Saudi Arabien, Kabsa (Traditional Chicken & Rice Dish): geschmackvolles und würziges traditionelles Hühnchen mit "Kabsa-Rice"

Hühnchen mit Reis

America, New York Style Hamburger: Burger mit gedünsteten Zwiebeln und... wie sollte es auch anders sein... Ketchup. Wahnsinn, wie sich die amerikanische Esskultur hervorhebt !

Burger

Frankreich, Chicken Chasseur: traditionelles Hühnchen, gekocht in Rotwein, mit Champignons & Perlzwiebeln

Hühnchen

Spanien, Prawn Saffron Paella: Garnelen in Safran-Paella mit frischen Kräutern

Paella

Brasilien, Feijao Tropeiro: sehr geschmackvolles Gericht mit Bohnen, "Cassava Flour", Eiern und Schinken

Feijao Tropeiro

Deutschland, Die gute, alte Bratwurst: geräucherte Bratwurst im Brötchen mit Senf und Sauerkraut

Bratwurst

Was auch sehr interessant erschien, waren die verschiedenen Esskulturen. Beispielsweise unterhalten sich Spanier immer lautstark beim Essen, was ich aber nicht als störend empfinde. Franzosen sind dagegen eher ruhiger, da sie bestimmt versuchen, alles herauszuschmecken. Die Amerikaner holten sich meist nur Burger und unternehmen nicht einmal den Versuch, etwas anderes auszuprobieren...denn Burger sind ja das Beste und einzig Wahre! In ähnlicher Weise gibt es aber auch Deutsche .

Neben Chinesen werde ich beim Essen dagegen nie freiwillig am Tisch sitzen können. Hab auch noch nicht herausbekommen, was die da fabrizieren. Jedenfalls wird immer lautstark geschmatzt und geschlürft. Vorzugsweise steht der vollgestopfte Mund während des Kauens weit offen...häufig fällt was raus, aber was soll`s, tritt sich schon fest. Ich müsste noch wissen was "Ab 500 Gramm wirds undeutlich!" auf chinesisch heisst ! Aber so sind sie halt.

Nach meinem "kleinen Imbiss" veranstalteten meine Mitbewohner und ich noch eine fette WG-Party, da eine meiner "roommates" ihren 20. Geburtstag feierte. Es war noch ein sehr lustiger Abend mit ca. 25 Erasmusstudenten aus Brasilien, Frankreich, Italien, Deutschland, Niederlande, Spanien und Irland.

The Wild Atlantik Way - West Clare Cliffs, Loophead Lighthouse und Kilkee

Montag, 29.09.2014

Nach einer arbeitsreichen Vorlesungswoche suchten wir am Wochenende wieder nach etwas Abwechslung. So buchten wir die "Wild Atlantik Way - Tour" und machten uns am Sonntag, den 28/09/2014 auf zu einem der westlichsten Zipfel Irlands. Morgens 9 Uhr gings los. Kaum losgefahren fütterte uns unser Guide mit reichlich vielen Informationen. Da er ursprünglich aus dieser Gegend kommt, konnte er uns zu jedem Baum, Busch und Pub etwas erzählen.

Gestützt wurden seine Ausführungen von "Best-of-Irish-Music"...kann ja nicht schaden, dachte ich. Doch, kann es, da wirklich jeder Song gleich klang und in sämtlichen Strophen "I sit on a tree/ river/ mountain & blown by the wind" gesungen wurde. Nachdem der letzte Song dieser CD später auslief jubelte ich innerlich...hatte aber nicht mit "100-best-Irish-Songs" CD1, CD2 und CD3 gerechnet. Nichtsdestotrotz war unser Guide lustig drauf. Eine Milka-Tafelschokolade später hielten wir zum ersten Stopp.

Unser irischer Guide Hier gelten 80 km/h

Unsere Tour führte uns - auf engen Straßen, auf welchen unglaubliche 80 km/h (!) erlaubt waren - über Kilkee Town zu den Cliffs. Hier hatten wir knapp 2h Zeit für einen Cliff-walk, wurden aber gewarnt uns nicht zu weit über den Klippenrand zu lehnen, da es hin und wieder vorkommt, dass Gestein abbricht. Coole Fotos haben wir auch gemacht!

Cliffs Cliffs Cliffs Cliffs Cliffs Cliffs Cliffs  Cliffs

Nach unserer kleinen Klippentour gings weiter mit dem Bus in Richtung Loophead Lighthouse. Dort angekommen hielten wir Ausschau nach Delfinen und Seelöwen. Da gerade Ebbe herrschte und monströse Wellen gegen die Klippen prallten, hatten die Sportsfreunde jedoch irgendwie keine Lust aufzutauchen. An sich ist das Gebiet sehr bekannt für Delfine, da dort viele Fischschwärme entlang schwimmen, um als Mahlzeit herzuhalten. Den dortigen Leuchtturm sparten wir uns, denn der war jetzt nicht so der "burner". Wir hatten trotzdem Spaß und versuchten über den Atlantik bis nach New York zu sehen . Um zurück zum Bus zu gelangen, mussten wir eine größere eingezäunte Wiese überqueren. Wohl gemerkt, unser Guide lotste uns darüber! Als er dann das Schild mit dem Bild eines Bullen drauf und "dangerous" las, flitzte er erstmal vorbei an Allen und vergewisserte sich, ob da jetzt wirklich ein Bulle steht. Glücklicherweise nicht. Was für ein Typ!

Aussicht nach Delfinen Wellen

Daraufhin fuhren wir nach Carrigaholt Castle, welches wir ca. 4 Schokoladenstückchen später erreichten. Unter einem "Castle" stellte ich mir pompöse, festungsähnliche Bauten vor. Ein Turm mit 10 Fenstern stand jedenfalls noch dort. Überhaupt sieht man hier sehr viele solcher "Castles". Einige stehen sogar zum Verkauf, bedürfen dann aber noch "geringfügiger" Renovierungsarbeiten .

Castlr

Unsere Tour führte uns weiter durch zahlreiche "Villages". Dazu muss ich sagen, dass die Iren alles als Village bezeichnen, was mehr als ein Haus, eine Kirche und mindestens(!) ein Pub aufweisen kann. Wir bemerkten, dass unser Guide - neben dem Wechsel von CD`s -  hin und wieder aufgeregt mir Telefonaten beschäftigt war.

Angekommen in Kilbaha Village erwarteten uns Sandwiches, Tee, Kaffee und Guinness im Lieblings-Pub unseres Guides. Dieser wechselte die Schuhe..., warum das?! Begleitet von - wie sollte es auch anders sein - irischer Musik, legte er dann mit Steppschuhen eine heiße Sohle nach der anderen aufs Parkett. Seine Aufregung schien nun verflogen. Bei den irischen Tänzen kommt es mir manchmal vor, als bestünden diese aus 5 Arm- und 100 Fußbewegungen. Es sieht jedenfalls nicht ganz einfach aus.

Guinnes im Pub

Auf unserer Rückfahrt nach Limerick legten wir noch einen kurzen Stopp am Strand ein. Schönes Wetter hatten wir übrigens auch wieder ! Morgen gehts früh wieder los mit Lehrveranstaltungen. Bis bald !

Strand Strand Strand Strand Strand Strand Strand Strand

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